EU-Politik

06.12.2023

Drei Länder, die viel verbindet

D-A-CH-Treffen 2023 in Frankfurt am Main

Die Teilnehmer des D-A-C-H-Treffens 2023 in Frankfurt am Main
Die Teilnehmer des D-A-C-H-Treffens 2023 in Frankfurt am Main

Der bpt hat seine Reihe an Zusammentreffen zum Austausch zwischen den befreundeten Tierärzteverbänden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (D-A-CH) vom 5. bis 6. Dezember 2023 am Sitz der Geschäftsstelle des bpt in Frankfurt am Main fortgesetzt.

Für den Gastgeber bpt dabei: Präsident Dr. Siegfried Moder, die 1. Vizepräsidentin Dr. Petra Sindern, Geschäftsführer Heiko Färber und Europareferentin Gabriele Moog. Die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) war vertreten durch ihren Präsidenten, Mag. Kurt Frühwirth, den 2. Vizepräsidenten Dietmar Gerstner, den aktuellen Präsidenten des Europäischen Praktikerverbands Union of European Veterinary Practitioners (UEVP) Dr. Volker Moser sowie die Kammeramtsdirektorin (Geschäftsführerin) Frau Mag. Nicole Hafner-Kragl. Für die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) waren deren Präsident, Dr. Olivier Glardon und Geschäftsführer Daniel Gerber angereist.

Breiten Raum nahm bei dem Treffen die Auswertung des ersten Wirtschaftsforums von GST, ÖTK und bpt unter der Überschrift „Der wirtschaftliche Erfolg im Spannungsfeld verschiedener Erwartungen“ am 2. und 3. November 2023 in Konstanz ein. Nachdem das Debüt erfreulichen Erfolg erzielt hatte, ging es nun vor allem darum, das Konzept zu verfeinern. Künftig soll die Zielgruppe noch spezifischer in den Blick genommen, das Programm noch zugespitzter werden.

2024 wird es also nach dem Willen der drei beteiligten Verbände erneut eine solche Plattform geben. Dann wird der bpt die Organisation übernehmen, voraussichtlich an einem Termin in der zweiten Septemberhälfte. 2025 könnte es dann im Juli nach Wien gehen.

Ansonsten war die Tagesordnung weit gefächert. Der bpt hatte von den bevorstehenden Neuerungen in der Tierärztlichen Approbationsverordnung (TAppV) zu berichten, die nach dem jahrelangen Bohren dicker Bretter endlich die Aufnahme ökonomischer Themen in das Curriculum bringt. Die Vertreter der ÖTK schilderten den Stand der möglichen Gründung einer neuen, privaten Tierärztefakultät in Oberösterreich. Die Darstellung des vom Freistaat Bayern geförderten berufsbegleitenden Muster-Studiengangs für Nutztierpraktiker in Weihenstephan stieß ebenfalls auf großes Interesse.

Der rege Austausch widmete sich außerdem der Frage nach Maßnahmen angesichts des Nachwuchs- und Fachkräftemangels, der Entwicklung der Kettenpraxen (Corporates), dem Umgang mit der Veterinär-Telemedizin sowie bestehenden und geplanten Projekten bzw. Initiativen zum drängenden Thema mentale Gesundheit. Die größten Unterschiede zeigten sich aufgrund der völlig unterschiedlichen Rechtslage in den drei Ländern beim Thema Kollektivverträge/Tarifverträge, wozu man sich zumindest in Österreich und Deutschland offensichtlich mehr Bewegung wünscht.

Wie immer kann man bei solchen Treffen spüren, wie stark Berufspolitik von individuellen menschlichen Kontakten und persönlichen Gesprächen lebt und wie der gegenseitige Austausch alle Beteiligten voranbringt.

Ein nächstes D-A-CH-Treffen 2024 beim bpt in Österreich wird erneut Gelegenheit zur Vertiefung der Zusammenarbeit bieten.

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